Rider-Waite Tarot

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Alle 78 Karten des Rider-Waite Tarot.

Das Rider-Waite Tarot ist das klassische Tarot-Deck, vielleicht das Bekannteste in der westlichen Welt. Es wird oft als das erste moderne Tarot-Deck bezeichnet, da diese Tarotkarten die Ersten waren, die detaillierte Bilder auf den kleineren Arkana-Karten verwendeten.

Es ist aus mehreren Gründen schwierig, ein Deck wie dieses zu revidieren. Immerhin kennen und nutzen es bereits viele von uns. Das Rider-Waite Tarot ist deshalb auch das meistverkaufte Tarotdeck.

Die Bilder gehen weit über das Bewusstsein von Tarot-Enthusiasten hinaus. Erwähnen Sie den Begriff Tarot gegenüber von Laien, welche das Rider-Waite Tarot nicht kennen, und die Chancen stehen gut, dass dies die Karten sind, die sie vor ihrem geistigen Auge sehen werden, auch wenn sie nicht wissen, woher sie kommen.

Wie bekannt, gab der Autor der Decks, A.E. Waite, der Künstlerin Pamela Coleman Smith detaillierte Hinweise zum Inhalt der Großen Arkana. Die kleinen Arkana gelten jedoch als Smiths eigene Kreation und es sind ihre einzigartigen Illustrationen, die das Deck besonders machen. Pamela Coleman Smith hat unwissentlich eine neue Tradition geschaffen, sodass auch heute noch die Mehrheit der Tarot-Decks in der grundlegenden Symbolik der von ihr entworfenen Bildsprache folgen.

Es ist der Kreativität von Pamela Coleman Smith zu verdanken, dass ihre scheinbar einfachen Illustrationen bis heute die Fantasie des Betrachters fest im Griff haben. Es ist nur bedingt möglich, sich die Bilder anzusehen und sich dabei ihrer Symbolkraft zu entziehen. Auf einer anderen Ebene sind die Zeichnungen zeitlos. Man vergisst leicht, dass sie über 100 Jahre alt sind. Das Rider-Waite Tarot ist ein fabelhaftes Beispiel für den damals so beliebten Arts-and-Crafts-Illustrationsstil.

Es mag moderne Tarotdecks mit spektakuläreren respektive aufwändigeren Illustrationen geben, aber diese rätselhaften, flachfarbigen Strichzeichnungen fühlen sich in der Gegenwart genauso zeitgenössisch an wie in den Sechzigerjahren oder sogar in den 1900er-Jahren, als sie erstellt wurden.

In verschiedenen Größen verfügbar

Die Popularität der Decks lässt nicht nach, und das zu Recht. Die Nachfrage ist hoch. Das Deck wird in vier verschiedenen Formaten angeboten: Miniatur (ähnlich der Größe der Zigarettenkarten aus alten Zeiten), Pocket (europäische Pokergröße), Standard und XL.

Ich liebe dieses Deck in besonderem Maße und muss zugeben, dass ich alle vier Editionen besitze. Die Standardgröße nutze ich hierbei am häufigsten. Die Miniatur schätze ich mehr wegen ihres ästhetischen Wertes, obwohl ich viele Leute kenne, die sie nur für Reisezwecke verwenden. Die Verkleinerung macht die Bilder schärfer, aber sie sind immer noch gut zu sehen und haben eine wunderbare Größe zum Mischen. Das Beste von allem ist jedoch der Giant Rider Waite. Diese Tarotkarten sind fast doppelt so groß wie das Standarddeck. Ich reserviere diese Karten für wirklich wichtige Legungen.

Die Tarotkarten selbst wurden ursprünglich von Rider and Sons, London, veröffentlicht, daher der Name des Decks, Pamela Coleman Smith blieb also unerwähnt. In Deutschland werden sie gegenwärtig von der Firma Königsfurt Urania produziert.

Ich bin fest davon überzeugt, dass jede Sammlung zumindest ein Exemplar dieses Decks und eine Ausgabe des Tarot de Marseille enthalten sollte. Beide haben die Tarot-Tradition zu ihrer Zeit geprägt. Das Rider-Waite Tarot ist nach wie vor ein gutes Deck, um das Kartenlegen zu lernen, da die meisten Anfängerbücher eben diese Tarotkarten zu Veranschaulichungszwecken verwenden. Viele Kartenleger werden bemerken, dass ihre Wertschätzung für das Deck mit zunehmendem Wissen und Erfahrung noch zunehmen wird.